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DRM - Ein guter Grund wieder illegal zu saugen

Sonntag, 4. Februar 2007 | Autor:

Klei­ne Vor­ge­schich­te: Vor mei­nem 18ten Geburts­tag habe ich mir so gedacht: Hey - meld dich doch mal bei Musi­cload an. Ille­gal run­ter­la­den macht zwar jeder, aber das nützt mir ja im Ernst­fall einer Ermitt­lung gegen mich ja nichts, wenn ich sage: „Das machen aber alle!” - wir sind schließ­lich nicht im Kin­der­gar­ten. Dar­über hin­aus fand ich nen Euro für ein Lied, dass man wirk­lich gern hört ange­mes­sen. Schließ­lich soll die Band, ins­be­son­de­re viel­ver­spre­chen­de Neu­lin­ge auch was dran ver­die­nen.

Seit dem erle­be ich es aller­dings immer wie­der, dass die Plat­ten­fir­men mich mit Argu­men­ten gegen lega­le Down­loads über­schüt­ten. Mal abge­se­hen davon, dass so man­ches Label wesent­lich mehr ver­dient, als der Künst­ler, den sie ver­tritt:

Weird Al Yan­ko­vic zum Bei­spiel schreibt auf sei­ner Web­site:

I actual­ly do get signi­fi­cant­ly more money from CD sales, as oppo­sed to down­loads. This is the one thing about my ren­ego­tia­ted record con­tract that never made much sen­se to me. It costs the label NOTHING for some­bo­dy to down­load an album (no manu­fac­tu­ring costs, ship­ping, or real­ly any over­head of any kind) and yet the artist (me) winds up making less from it.

Da fragt man sich schon, wonach die Labels ent­schei­den, wie­viel Geld sie pro Song sie für sich bean­spru­chen. Wo ist da die Logik? Je preis­wer­ter ich bei kon­stan­tem Preis pro­du­zie­ren kann, des­to weni­ger Gewinn mache ich?

Der Bran­chen­ver­band Bit­kom sitzt es aus und hofft, dass die Leu­te ein­fach nur wegen der Geset­ze den lega­len Weg wäh­len. Getreu dem Mott: Es kann nicht sein, was nicht sein darf:

Ille­ga­le Tausch­bör­sen haben end­gül­tig ihren Reiz ver­lo­ren. Immer mehr Deut­sche erken­nen die prak­ti­schen Vor­tei­le lega­ler Down­loads. Die Qua­li­tät ist bes­ser, die Geschwin­dig­keit beim Her­un­ter­la­den höher.

Sel­ten so gelacht 😀 Lädt man sich einen Song ille­gal her­un­ter, dann geschieht das min­des­tens genau­so schnell wie auf lega­lem Wege - die Bitra­te hin­ge­gen ist meist höher. Wei­ter­hin sind die­se Songs nicht mit DRM behaf­tet.

Jetzt wo ich den neu­en PC habe tritt öfter das Pro­blem auf, dass ich Lizen­zen neu her­un­ter­la­den muss. Beson­ders viel Spaß macht das, wenn man fol­genen Dia­log zu sehen bekommt:

drm-aerger1.jpg
drm-aerger2.gif

Wenn man nur lan­ge genug nach­denkt kommt man zu dem Schluss, dass lega­les Run­ter­la­den von Songs ein­fach nur däm­lich ist.

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Thema: Internet

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2 Kommentare

  1. 1
    Orca 

    Was soll ich mit Datei­en, wenn mei­ne Fest­plat­te kaputt­geht? CDs hal­ten ein paar Jahr­zehn­te und die Qua­li­tät einer CD ist immer noch bes­ser als jede kom­pri­mier­te mp3. Die­se Argu­men­ta­tio­nen sind doch alle­samt tota­ler Unsinn.
    Da fragt man sich allen Erns­tes, wie­so so vie­le bei Apple mas­sen­wei­se Zeugs per iTu­nes kau­fen. Wel­ches sich ja wohl­ge­merkt *nur* auf dem iPod abspie­len lässt. Dass da noch nie­mand was wegen Mono­po­lis­mus anhän­gig gemacht hat, ist echt ein Wun­der. Ich ver­steh die ein­fach nicht, das will mir nicht in den Kopf, wie man sich so gän­geln las­sen kann.
    MMn ist ohne­hin die gan­ze Musik­in­dus­trie ein Kon­zept von vor­ges­tern. Wer braucht denn in Zei­ten welt­wei­ter Net­ze, Web­logs und allem ande­ren Kram noch sol­che geld­gei­len Zwi­schen­händ­ler, die die Ware an den Kun­den brin­gen?

  2. 2
    nikita 

    Datei­en willst du, wenn der Rest vom Album Müll ist und du dem­entspre­chend nicht 14 Euro, son­dern nur 1€ aus­ge­ben willst.
    Der Rest: dito!

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