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Alles Leben ist Leid: Edition WG-Suche

Montag, 4. Juli 2011 | Autor:

Ich bin momen­tan auf WG-Suche in Leip­zig und habe mir im Vor­feld kei­ner­lei Vor­stel­lung gemacht, wie belas­tend das ist! Eine ordent­li­che WG zu fin­den ist schon nicht selbst­ver­ständ­lich - zumin­dest, wenn man Wert auf den Gemein­schafts­fak­tor legt. Der Hit war letz­te Woche einer, der aus sei­nem Zim­mer aus­zieht:

Ne, die Mädels sind nicht da. Aber es geht ja nur um das Zim­mer!

… Was ist denn das für ne WG, die noch nicht mal Wert dar­auf legt, ihre poten­ti­el­len Mit­be­woh­ner wenigs­tens ein Mal zu sehen? Der Typ mein­te, er wür­de „dann den cools­ten Bewer­ber für die Mädels raus­su­chen.” Oh mann.

Aber gut. Sol­che WGs siebt man dann halt aus. Rich­tig zum Ver­zwei­feln wird’s, wenn man ne WG gefun­den hat, die einem wirk­lich gefällt. Die hat dann näm­lich noch ande­re Bewer­ber und dann stell ich mir tage­lang vor, wie toll es dort wäre, obwohl über­haupt nicht klar ist, ob ich am Ende der glück­li­che bin. Habe ich mich beim „Cas­ting” gut prä­sen­tiert? Was, wenn die Leu­te mich irgend­wo irgend­wie falsch ver­stan­den haben!? Die wer­den mich bewer­ten - müs­sen es sogar! *auf den Nägeln kau*

Im Grun­de muss man bei jedem Besuch dar­stel­len, dass man sich wirk­lich freu­en wür­de, dort ein­zu­zie­hen - ande­rer­seits aber darf man, para­do­xer­wei­se, auf kei­nen Fall den Feh­ler machen, in Gedan­ken schon ein­zu­zie­hen! Denn dann ist man men­tal schon zu sehr gebun­den, grü­belt die gan­ze Zeit und macht sich halt fer­tig. Zumin­dest geht es mir so.

Hät­te nie gedacht, dass das so ermü­dend wird…

Nagut: Die­se Woche habe ich vier viel­ver­spre­chen­de WGs aufm Plan. Eine habe ich schon besucht - die war echt gut! (Und schon nagt wie­der die Unge­wiss­heit. Argh!) Die ande­ren kom­men noch…

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Thema: Leben und Erlebnisse

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2 Kommentare

  1. 1
    der_Karl 

    Ich ken­ne ja bei­de Sei­ten der Medail­le und kann mir daher sehr gut vor­stel­len, wie’s dir geht. Hast du eigent­lich Zeit­druck, sprich: Du musst dann und dann aus dei­ner jet­zi­gen Behau­sung aus­ge­zo­gen sein? Falls ja, kann ich das noch umso mehr nach­voll­zie­hen. So ging’s mir vor 6 Jah­ren. Das zwei­te Pra­xis­se­mes­ter stand an, die Zusa­ge für die Stel­le hat­te ich aber erst einen Monat vor Beginn. Der Monat WG-Suche war die Höl­le!

    Inso­fern hat­te ich mir vor­ge­nom­men, dass ich mög­lichst gleich zusa­gen wür­de, wenn ich mal in der Situa­ti­on wäre, selbst für dann mei­ne WG einen neu­en Mit­be­woh­ner suchen zu müs­sen und der aktu­el­le Bewer­ber augen­schein­lich gut passt. Aber das ist ein­fa­cher gesagt, als getan. Ins­be­son­de­re dann, wenn man eigent­lich schon die per­fek­te WG zusam­men hat­te. Denn dann fängt man unwei­ger­lich an, die Bewer­ber mit dem ehe­ma­li­gen Mit­be­woh­ner zu ver­glei­chen…

    Mal abge­se­hen davon bekommt man ja - egal ob man nun eine WG oder einen Mit­be­woh­ner für sei­ne WG sucht - immer nur eine Moment­auf­nah­me. Und man­che Men­schen sind lei­der echt gute Schau­spie­ler. Inso­fern schleicht sich dann, wenn man den Spaß öfter mit­ma­chen muss, eine gewis­se Über­vor­sich­tig­keit ein. So ging’s mir jeden­falls.

    Ich drü­cke dir auf jeden Fall die Dau­men, dass du die für dich pas­sen­de WG fin­dest und dich dort dann wohl fühlst. 🙂

  2. 2
    Nico 

    Ne, Zeit­druck hab ich zum Glück gar kei­nen. Boah, ich glau­be, da wür­de ich völ­lig am Rad dre­hen.

    Dan­ke für die Dau­men! 🙂

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