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N.A! Frucht Snack

Freitag, 30. September 2011 | Autor:

An Super­markt­kas­sen gibt es ja diese Impul­sivkauf­re­gale in denen man schnell noch ein biss­chen Kram kau­fen soll (Gesichts­mas­ken, SCART-Kabel,…). Dort gibt es inzwi­schen auch „N.A!”, was für Nature Addicts (Natur­süch­tige) steht. Die Ver­pa­ckung ver­spricht „100% Frucht!”. Ob Natur­fans ihr Obst typi­scher­weise in kunst­stoff­be­schich­te­ten Metall­fo­lie­tüt­chen à 30g kau­fen, sei an die­ser Stelle mal dahingestellt.

Ich ent­schied mich für die Geschmacks­rich­tung „Erd­beere”. Erd­bee­ren kenne ich gut, da meine Groß­el­tern große Men­gen davon anbauen, die ich dann natür­lich frisch gepflückt genie­ßen darf :). Außer­dem wäre ein Erd­beer­ge­schmack­pro­dukt, das tat­säch­lich nach Erd­beere schmeckt, mal ein abso­lu­tes Novum!

Ein Blick auf die Packung ver­rät aber schon: Hier ist zwar Erd­beer­mus drin, aber nur 5%. 92% sind kon­zen­trier­tes Apfelmus/-saft. Auch sonst sind die Anga­ben auf der Rück­seite nicht gerade erhei­ternd. Blick auf die Nähr­wert­ta­belle: 79% Zucker. Ja okay, es ist Obst und Obst ent­hält halt Zucker. Aber bei 79% sollte man schon über­le­gen, ob man wirk­lich „Ohne Zucker­zu­satz” auf die Packung schrei­ben möchte.

Das Pro­dukt selbst besteht aus „sof­ten Stück­chen”, 1,2cm lang, 0,5cm hoch. Geschmack­lich liegt es zwi­schen Apfel­mus und Gum­mi­tie­ren. Der Erd­beer­ge­schmack ist… bes­ten­falls dezent.

Für den Preis von 1,50€ bekommt man in der Obst­ab­tei­lung vier Äpfel.

Ich denke damit ist alles gesagt.

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Beutelreis und Usability

Montag, 26. September 2011 | Autor:

Was haben Beu­tel­reis und Usa­bi­lity gemein­sam? Nichts!

Bestimmt wurde der Reis in Por­ti­ons­beu­tel­chen damals bei sei­ner Erfin­dung als unheim­lich prak­tisch bewor­ben. Aber okay, frü­her gab es auch radio­ak­tive Zahn­pasta, um Keime im Mund abzutöten.

Aber ich bin wirk­lich ver­wun­dert, dass Beu­tel­reis heute immer noch gibt. Warum nicht losen Reis neh­men? Loser Reis…

  • … braucht viel weni­ger Was­ser, das dann auch schnel­ler und mit weni­ger Ener­gie kocht.
  • … hat am Ende die gesamte Flüs­sig­keit auf­ge­so­gen, ist sofort servierfertig.
  • … muss nicht mit einer Gabel an einer rut­schi­gen, im Was­ser kaum sicht­ba­ren Lasche, heiß trop­fend auf einen sepa­ra­ten Tel­ler balan­ciert werden.
  • … muss nicht erst fumm­lig aus einem brü­hend hei­ßen Plas­tik­beu­tel raus­ge­schnit­ten werden.

Warum quä­len sich die Leute mit die­sem Unsinn?
3 Teile Was­ser auf 1 Teil Reis. Kochen bis alles auf­ge­so­gen ist. Fertig!

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Kleingeld?

Donnerstag, 22. September 2011 | Autor:

Ich bin gerade auf dem Weg zur Cafe­te­ria da steht zwi­schen Uni-Riese und Gewand­haus ein Typ mit grau­blon­dem, kur­zem Haupt- und Bart­haar, Bom­ber­ja­cke und hel­ler Jeans. 30-40 Jahre alt. Es kommt natür­lich wie es kom­men muss:

bla­bla etwas Klein­geld, damit ich mir was zu Essen kau­fen kann?

Ich über­lege einen Moment. Er sieht eigent­lich recht gefasst und fit aus, kann klar reden. Sieht nicht aus, wie der typi­sche Alki. Er könnte gut und gern Bau­ar­bei­ter auf der nahen Bau­stelle sein. Eine gute Ant­wort auf sol­che Anfra­gen habe ich von einem Greenpeace-Fußgängerzonen-Missionar:

Ich könnte ihnen was zu essen kau­fen.

Das ist die Stelle an der Alkis anfan­gen rum­zu­stam­meln und Aus­re­den zu suchen, denn sie wol­len das Geld natür­lich nicht wirk­lich für Essen - wie sie sich win­den ist dann recht erbärm­lich anzu­se­hen. Mein Bitt­stel­ler aller­dings geht tat­säch­lich dar­auf ein … … damit hatte ich nicht gerech­net. Wir über­le­gen, wo es was gibt. DM ist um die Ecke, da gibt’s Lebens­mit­tel. Wäh­rend­des­sen erwähnt er freund­lich, dass er im Grunde nur ein paar Tage was braucht, er mache sowas ja sonst auch nicht, das Arbeits­amt hat irgend­was getan oder auch nicht, ich hab nicht zuge­hört. Ich achte dar­auf, dass er vor mir läuft, damit ich ihn im Blick habe.

Jeden­falls meint er, er bräuchte nur ne Bock­wurst und n Kaf­fee. „Nur”? In der Innen­stadt Bock­wurst und Kaf­fee zu kau­fen ist so ziem­lich die inef­fi­zi­en­teste Art, sich satt zu essen.

Wäre es dann nicht bes­ser, nen Sack Kar­tof­feln oder so zu kaufen?

bla­blubb aber zu Kar­tof­feln muss ja auch was bei.

Biss­chen Spi­nat, n Ei dazu fer­tig. Oder Brat­kar­tof­feln! Nun ist jeden­falls geklärt, warum er kein Geld hat. Er ist unfä­hig damit öko­no­misch umzugehen.

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Was nehmen gegen Husten?

Donnerstag, 22. September 2011 | Autor:

Was sollte man neh­men gegen unpro­duk­tive Hus­ten­at­ta­cken? Hier die getes­te­ten Kandidaten:

  • Warme Milch mit Honig
  • Zwie­bel­saft
  • Anti­tus­si­vum aus der Apotheke
  • Scho­ko­lade

Und der Gewin­ner issssst…

Scho­ko­lade!

Die hilft zwar genau so wenig wie der Rest, aber schmeckt wenigstens!

Thema: Leben und Erlebnisse | Beitrag kommentieren

Dinge die ich tun werde, sobald ich mein Master-Zeugnis in den Händen halte

Donnerstag, 22. September 2011 | Autor:

  • ☑ Obs­zöne Men­gen Scho­ko­lade kaufen
  • ☑ Unmen­gen Pizza backen
  • ☐ Mir einen Kit­tel kau­fen. Den brau­che ich zwar nicht - aber ich bin Wis­sen­schaft­ler ver­dammt, da steht mir ein­fach ein Kit­tel zu! ;)
  • ☑ Ama­zon­wunsch­liste eine ganze Ecke kür­zer machen
  • ☑ Tage­lang DVDs gucken und am PC zocken
  • ☐ Ein Hau­fen Zeug von mei­ner TODO-Liste machen!

Edit am 1.12.: Hat nicht alles geklappt, aber was solls! :)

Thema: Leben und Erlebnisse, Studium | 4 Kommentare

Welches Betriebssystem ist das beste?

Montag, 19. September 2011 | Autor:

Die Ant­wort auf diese Frage lau­tet: Dual­boot.

Thema: Gedanken zu Dingen, Informatik, Software | Beitrag kommentieren

Ingwer haltbar aufbewahren

Samstag, 17. September 2011 | Autor:

Ich bin über­zeugt, dass das wie­der so eine Erkennt­nis ist, bei der alle Küchen­ve­te­ra­nen nur den­ken: „Ach, auch schon mit­be­kom­men? Blitz­mer­ker.” aber was solls!

Von Ing­wer braucht man ja immer nur ganz wenig. Man schnei­det also von der gro­ßen Knolle ein dau­men­gro­ßes Stück ab und der Rest muss gela­gert wer­den. Blöd wie ich bin, habe ich anfangs ver­sucht, Ing­wer in Frisch­hal­te­fo­lie im Kühl­schrank auf­zu­be­wah­ren. Lei­der ist Gemüse+Frischhaltefolie die schnellste und sicherste Methode sich umfang­rei­che Schim­mel­kul­tu­ren her­an­zu­züch­ten. Inso­fern war das nicht so opti­mal, auch wenn Ing­wer sich da resis­ten­ter gezeigt hat als ande­res Gemüse.

Was aller­dings gut klappt: Übrig geblie­be­nen Ing­wer ein­fach so in irgend ein tro­cke­nes Regal legen! Die Schnitt­stelle trock­net bald ein, sodass der Ing­wer schim­mel­frei bleibt. Ich lege noch ein Küchen­tuch unter, aber das kann man wahr­schein­lich auch weg las­sen. Mit die­ser Methode hält sich Ing­wer sehr lang.

sehr lang

wirk­lich lang

Aus zwei der rundlichen Fortsätzen einer noch etwa 3 mal 3 Zentimeter großen Ingwerknolle sprießen dünne bambus-artige (teleskop-artige) Sprossen. Einer etwa 10, der andere 2,5 Zentimeter lang.

Ich habe mir heute ein zwei­tes Stück Ing­wer gekauft, damit ich die alte Knolle in einem Topf wei­ter sprie­ßen las­sen kann. :)

Thema: Leben und Erlebnisse | Beitrag kommentieren

Abb. 1: Beim Psychologen

Mittwoch, 14. September 2011 | Autor:

Kom­men wir nun wie­der zu den erns­ten Themen:Luftballon auf einer Chaiselongue (so eine stereotype Psychologen-Liege). Beschriftung: Beim Psychologen. Heute: Platzangst.

Thema: "Kunst" | 2 Kommentare

Academia

Montag, 5. September 2011 | Autor:

Wenn alles gut läuft, bin ich bald das, was man Wis­sen­schaft­ler nennt. Drum merke ich natür­lich immer auf, wenn jemand etwas über den Wis­sen­schafts­be­trieb schreibt.

Heute gibt es einen Arti­kel beim Guar­dian: Publish-or-perish: Peer review and the cor­rup­tion of sci­ence. Die Kern­aus­sage ist, der wis­sen­schaft­li­che Anspruch vor die Hunde geht, wenn For­scher ein­zig daran gemes­sen wer­den, wie viel sie ver­öf­fent­li­chen und ob sie es in ein bekann­tes Jour­nal geschafft haben. Das lädt natür­lich zur Mas­sen­pro­duk­tion ein, die aber wie­derum Gift ist, weil es schwe­rer wird, die wirk­lich wich­ti­gen Paper1 zu fin­den und die Masse an zu ver­öf­fent­li­chen­den Manu­skrip­ten zu begutachten.

By and large, the pro­blem does not arise from out­right fraud, which is rare. It ari­ses from offi­cial pres­sure to publish when you have not­hing to say.

Da stellt sich natür­lich die Frage: Wie werde ich das alles selbst mal hand­ha­ben? Im Grunde habe ich vor, alle meine Paper öffent­lich zugäng­lich zu machen. Wis­sen­schaft ist nicht dazu da, in Biblio­the­ken zu ver­rot­ten, son­dern soll der Gesell­schaft - allen Mit­glie­dern der Gesell­schaft - frei zur Ver­fü­gung zu stehen.

  1. engl. für Publi­ka­tion. In den Natur­wis­sen­schaf­ten oft nur ~10 Sei­ten stark.

Thema: Studium | Beitrag kommentieren

Security through Obscurity

Freitag, 2. September 2011 | Autor:

Secu­rity, also Sicher­heit vor Angrif­fen aller Art, ist nicht leicht zu erreichen.

Ein Begriff, der im Kon­text von IT-Security recht bekannt ist, ist Secu­rity through Obscu­rity. Damit meint man (angeb­li­che) Sicher­heit, die dar­auf basiert, dass poten­ti­elle Angrei­fer bestimmte Dinge hof­fent­lich nicht wis­sen oder kön­nen. Sol­che „Sicher­heit” ist keine Sicherheit.

Bei­spiel 1:

Geheime Infor­ma­tio­nen auf einer Web­site, die prin­zi­pi­ell jeder abru­fen kann, aber nie­mand kennt die URL.

URLs und Pfade all­ge­mein sind nicht dafür ent­wor­fen wor­den, geheim zu sein. Man hat kei­ner­lei Garan­tie, dass nicht aus irgend einem Software-Fehler her­aus der Ver­zeich­nis­baum des Webs­pace bekannt wird oder ein Angrei­fer eine Lücke fin­det, um sel­ber in die­sem Ver­zeich­nis­baum her­um­zu­stö­bern. Zumal der Webspace-Provider den Ver­zeich­nis­baum ein­se­hen kann!

Bei­spiel 2:

Den Code des eige­nen Sys­tems geheim hal­ten, damit nie­mand weiß, ob und wel­che Schwach­stel­len existieren.

Jedes Pro­gramm, dass man einem Kun­den in die Hand drückt, kann von die­sem auch reverse-engineered wer­den, sodass er als Angrei­fer weiß was pas­siert und Schwach­stel­len fin­det. Das dau­ert unter Umstän­den sehr lang und ist auf­wen­dig - aber es geht! Außer­dem braucht man oft den Code gar nicht zu ken­nen, son­dern pro­biert ein­fach ein paar übli­che Schwach­stel­len aus.

Bei­spiel 3:

Ein Behör­den­mit­ar­bei­ter trans­por­tiert Daten per­sön­lich in einem Lap­top von einer Behörde zur nächsten.

Die Hoff­nung hier ist, dass ja nie­mand weiß, dass genau der Mit­ar­bei­ter die Daten hat. Abge­se­hen davon, dass es wahr­schein­lich schon inner­halb der Behörde jeder weiß, der es wis­sen will: Was, wenn der Lap­top geklaut wird?

Pass­wör­ter

Sind Pass­wör­ter dann nicht auch Secu­rity through Obscu­rity? Nein. Pass­wort­ba­sierte Sys­teme sind expli­zit dar­auf aus­ge­legt, bestimmte Sicher­heits­ga­ran­tien zu bie­ten. In sol­chen Sys­te­men muss man nicht auf Geheim­hal­tung hof­fen, son­dern weiß, dass nie­mand diese Bar­riere über­win­den kann bzw. ein bestimm­ter wohl­de­fi­nier­ter Schwie­rig­keits­grad gege­ben ist.

Das Ent­schei­dende Pro­blem bei Secu­rity through Obscu­rity ist, dass es nahezu immer eine Menge unkla­rer Even­tua­li­tä­ten gibt, unter denen die Sicher­heit zer­stört wer­den kann. Man hofft nur oder nimmt an, dass es nicht pas­siert, dass der Angrei­fer nicht cle­ver genug ist.

Der Über­gang ist flie­ßend und es kommt immer auch dar­auf an, was man geheim hal­ten will - Omas Keks­re­zept? Die Frei­ga­be­codes für die Atom­ra­ke­ten? Je nach­dem tut’s eben auch schon eine geheime URL.

Wiki­leaks vs Guardian

Der Grund, wes­halb ich die­sen Arti­kel heute schreibe ist Wiki­leaks. Der Guar­dian hat das Pass­wort für das Cable-Gate-Archiv in einem Buch abge­druckt. Er hat dabei ein­fach ange­nom­men, dass das Pass­wort ohne­hin nicht mehr aktu­ell sei und dass nie­mand die Datei fin­det. Secu­rity through Obscu­rity vom Feins­ten: Der Guar­dian weiß nichts dar­über, ob die Ver­öf­fent­li­chung des Pass­worts pro­ble­ma­tisch ist, aber er macht es trotz­dem - aus Hoff­nung, dass es schon irgend­wie okay sein wird ver­mut­lich. Es ist ja sicher, weil nie­mand die Datei kennt! Nur blöd, dass Datei­na­men viel weni­ger geheim sind und - Über­ra­schung! - es gibt durch­aus Leute, die Zugang zur Datei haben!

Kann man von Jour­na­lis­ten erwar­ten, dass sie die Security-Probleme ein­schät­zen kön­nen, die durch ihr Han­deln in Kom­bi­na­tion mit Wiki­leaks’ ver­schlüs­sel­ten Back­ups erwach­sen?
Viel­leicht nicht.
Aber in dem Fall sollte man erwar­ten, dass sie ande­rer Leute Pass­wör­ter nicht in Büchern abdrucken.

Thema: Informatik, Tagesgeschehen | Beitrag kommentieren